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Hosting-StammtischPraxiswissen für Website-Betreiber

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Field-Marketing

Ihre Aufgabe: Sie stehen auf einer Messe, veranstalten ein Event oder sind im Handel präsent und möchten, dass daraus mehr wird als ein Stapel Visitenkarten – und hinterher wissen, was es gebracht hat.

Was mit Field-Marketing gemeint ist

„Field“ meint das Feld im Sinne von draußen, vor Ort: Marketing, das nicht am Schreibtisch oder im Netz stattfindet, sondern dort, wo Menschen persönlich angesprochen werden. Der Begriff wird in zwei Bedeutungen verwendet:

  1. Im Handel und bei Konsumgütern: Außendienst-Teams, die Produkte im Laden platzieren, Aktionen am Point of Sale betreuen, Proben verteilen oder Verkaufspersonal schulen.
  2. Im B2B-Umfeld: regionale Marketing-Aktivitäten, die den Vertrieb unterstützen – Messen, Fachveranstaltungen, Kundenabende, Roadshows –, oft mit dem Ziel, Leads für den Vertrieb zu gewinnen.

Gemeinsam ist beiden: persönlicher Kontakt, begrenzte Zeit, hoher Aufwand je Kontakt. Umso wichtiger ist es, dass der Kontakt nicht im Sande verläuft.

Der Hosting-Stammtisch selbst war übrigens Field-Marketing im besten Sinn: ein Treffen vor Ort, aus dem Projekte und Geschäftsbeziehungen entstanden.

Den Auftritt mit der Website verbinden

Vorher

  • Eine eigene Seite für den Anlass auf Ihrer Website: Was zeigen Sie, wo finden Besucher Sie, was gibt es nur dort? Diese Landingpage ist das Ziel aller gedruckten Hinweise.
  • Einen kurzen, merkbaren Link auf diese Seite festlegen (z. B. ihre-domain.de/messe), der per Weiterleitung auf die Landingpage mit Kampagnen-Kennzeichnung führt.
  • Links kennzeichnen: Versehen Sie die Zieladresse mit UTM-Parametern, z. B. utm_source=messe-name, utm_medium=offline, utm_campaign=2026-herbst. So unterscheidet die Web-Analyse Messebesucher von anderen.

Vor Ort

  • QR-Code auf Stand, Flyer und Visitenkarte, der auf den gekennzeichneten Link führt. Testen Sie ihn vorher mit mehreren Geräten – und drucken Sie die Kurzadresse daneben, für alle, die nicht scannen wollen.
  • Kontakte nur mit Zweck und Einwilligung aufnehmen. Wer Daten von Besuchern sammelt, braucht eine Rechtsgrundlage nach der DSGVO und muss informieren. Wer später Werbe-E-Mails schicken will, braucht dafür eine Einwilligung (siehe Newsletter-Marketing). Eine Visitenkarte am Stand ist keine Einwilligung in einen Newsletter.

Nachher

  • Auswerten: Besuche über die Kampagnen-Kennzeichnung, Anfragen, Gespräche. Vergleichen Sie mit den Kosten des Auftritts.
  • Landingpage nicht löschen, sondern nach dem Event auf eine passende dauerhafte Seite umleiten. Gedruckte Codes leben länger als jede Messe.

Häufige Fehler

  • QR-Code führt auf die Startseite statt auf eine passende Seite.
  • QR-Code führt auf eine Adresse, die nach dem Event nicht mehr existiert.
  • Keine Kennzeichnung – hinterher weiß niemand, ob die Messe Besucher gebracht hat.

Weiter

Allgemeine Information, keine Rechtsberatung.