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Hosting-StammtischPraxiswissen für Website-Betreiber

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Was ist eine Domain?

Kurz gesagt: Eine Domain ist der Name, unter dem eine Website oder ein E-Mail-Dienst im Internet erreichbar ist – zum Beispiel hosting-stammtisch.de. Rechner finden sich untereinander über IP-Adressen, also Ziffernfolgen. Die Domain ist die Gedächtnishilfe für Menschen; das DNS übersetzt sie in die passende Adresse.

Wie eine Domain aufgebaut ist

Eine Domain liest man von rechts nach links, vom Allgemeinen zum Besonderen. Am Beispiel www.hosting-stammtisch.de:

TeilBezeichnungWas das ist
.deTop-Level-Domain (TLD)die oberste Stufe im DNS. Es gibt länderbezogene Endungen (ccTLD) wie .de und generische (gTLD) wie .com oder .info.
hosting-stammtischSecond-Level-Domainder Name, der unterhalb der Endung registriert wird – im Alltag meist einfach „die Domain“.
wwwSubdomainein weiterer Name unterhalb der Domain, den der Inhaber über sein DNS selbst festlegt, etwa www oder shop.

Das DNS ist hierarchisch aufgebaut: Jede Stufe kann Namen unterhalb ihrer selbst vergeben. So beschreibt es die Grundlagen-Spezifikation des DNS, RFC 1034. Welche Endungen es gibt und wer sie jeweils verwaltet, steht in der Root Zone Database der IANA; Allein länderbezogene Endungen gibt es laut DENIC mehr als 240.

Wie aus dem Namen eine Adresse wird

Ruft jemand eine Domain auf, fragt sein Gerät bei Nameservern nach, welche IP-Adresse zu diesem Namen gehört. Diese „Übersetzung“ ist die Aufgabe des DNS. Damit das eindeutig funktioniert, darf jede Domain – wie jede IP-Adresse – weltweit nur einmal vergeben sein.

Über das DNS lassen sich außerdem weitere Dienste und Angaben abrufen, etwa wohin E-Mails für die Domain zugestellt werden. Welche Einträge es dafür gibt, erklärt das Glossar Domains und DNS.

Wem gehört eine Domain?

Eine Domain wird nicht gekauft wie eine Sache, sondern registriert. Bei .de-Domains entsteht dabei immer ein Vertrag zwischen dem Domaininhaber und DENIC, der Registrierungsstelle für .de – ganz gleich, über welchen Anbieter die Registrierung läuft.

  • Über wen man registriert: in der Regel über ein Mitglied von DENIC, also einen Provider oder Webhoster – den Registrar. Ist der eigene Anbieter kein Mitglied, verwaltet er die Domain über ein Mitglied und ist selbst kein Vertragspartner von DENIC.
  • Wer eine .de-Domain haben darf: jede rechtsfähige und voll geschäftsfähige Person oder Organisation, auch mit Sitz im Ausland.
  • Warum die Inhaberdaten stimmen müssen: Falsche oder fehlende Angaben berechtigen DENIC nach eigener Auskunft zur fristlosen Kündigung – die Domain wäre dann weg.

Wer als Inhaber eingetragen ist, sollte man deshalb kennen. Viele Registrierungsstellen geben Auskunft über eine Abfrage per WHOIS. Dessen Nachfolger ist RDAP, so beschreibt es die Spezifikation RFC 7480. Für generische Endungen müssen Registrierungsstellen und Registrare laut ICANN RDAP anbieten, einen WHOIS-Dienst seit dem 28. Januar 2025 dagegen nicht mehr (Ausnahmen: .com, .name und .post). Persönliche Inhaberdaten sind dabei oft nicht öffentlich: Gehört eine .de-Domain einer Privatperson, zeigt die DENIC-Abfrage nur das Registrierungsdatum und das verwaltende DENIC-Mitglied. Name, Anschrift und Kontaktdaten des Inhabers nennt DENIC nur bei juristischen Personen, etwa Unternehmen.

Domain und Webhosting: der Unterschied

Die Domain ist der Name. Das Webhosting ist der Speicherplatz auf einem Server, auf dem die Website tatsächlich liegt. Beides wird oft zusammen angeboten, ist aber nicht dasselbe:

  • DENIC beschreibt es so: Die Registrierung läuft meist über einen Provider oder Webhoster, und dort gibt es „zusätzliche Services wie Webspace und E-Mail“.
  • Es geht auch ohne: Über den eigenen Dienst DENICdirect lässt sich eine .de-Domain verwalten – dann aber ohne Webspace, E-Mail-Adressen oder Nameservice.

Für die Praxis heißt das: Website, E-Mail und Domain können bei verschiedenen Anbietern liegen, und man kann das eine wechseln, ohne das andere anzufassen. Wie ein Umzug abläuft, steht unter Domain umziehen; was beim Webhosting zählt, unter Webhosting auswählen.

Welche Zeichen erlaubt sind (.de)

Für .de-Domains legen die DENIC-Domainrichtlinien fest:

  • erlaubt sind Ziffern (0 bis 9), Bindestriche, die Buchstaben a bis z und weitere Buchstaben laut einer Liste im Anhang, etwa Umlaute;
  • kein Bindestrich am Anfang oder Ende und keine Bindestriche an der dritten und vierten Stelle;
  • mindestens ein Zeichen, höchstens 63 Zeichen.

Domains mit Umlauten oder anderen Sonderzeichen heißen IDN. Technisch werden sie in eine ASCII-Form übersetzt, das sogenannte A-Label (RFC 5890, Verfahren Punycode nach RFC 3492). Für die Höchstlänge zählt bei .de genau diese Form. Aus müller.de wird so zum Beispiel xn--mller-kva.de.

.de in Zahlen

  • Die Endung .de gibt es seit dem 5. November 1986; seit 1996 verwaltet sie DENIC.
  • Zum Jahresende 2025 waren rund 17,7 Millionen .de-Domains registriert.
  • 12,2 Prozent davon, rund 2,15 Millionen, haben Inhaber außerhalb Deutschlands.

Häufige Fragen

Kann man eine Domain kaufen? Im Alltag sagt man das so, rechtlich wird sie registriert: Bei .de entsteht ein Vertrag zwischen Inhaber und DENIC.

Braucht man für eine Domain auch Webhosting? Nur, wenn unter der Domain eine Website oder E-Mail laufen soll. Eine .de-Domain lässt sich auch ganz ohne Webspace und E-Mail verwalten, etwa über DENICdirect.

Was ist der Unterschied zwischen Domain und Website? Die Domain ist die Adresse, die Website der Inhalt, der unter dieser Adresse auf einem Server liegt.

Wie viele .de-Domains gibt es? Zum Jahresende 2025 rund 17,7 Millionen.

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Allgemeine Information, keine Rechtsberatung. Zahlen und Regeln: Stand der Quellen unten (abgerufen 18.10.2026).