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Online-Marketing
Ihre Aufgabe: Sie haben eine Website und begrenzte Zeit oder ein begrenztes Budget. Sie möchten wissen, welche Wege es gibt, Menschen auf die Website zu bringen, und womit Sie anfangen.
Am Stammtisch saßen Leute aus SEO, Suchmaschinenwerbung, Affiliate-Marketing und Webentwicklung an einem Tisch. Jeder hielt seinen Kanal für den wichtigsten. Die ehrliche Antwort lautet: Es kommt auf Ihr Ziel und Ihre Mittel an.
Schritt 1: Ziel festlegen
Bevor Sie einen Kanal wählen, schreiben Sie in einem Satz auf, was passieren soll – eine Anfrage, ein Kauf, eine Anmeldung, ein Anruf. Das ist Ihre Conversion. Ohne sie können Sie später nicht sagen, ob ein Kanal funktioniert.
Schritt 2: Kanäle nach Aufwand einordnen
| Kanal | Was es ist | Kostet vor allem | Wirkt | Passt, wenn … |
|---|---|---|---|---|
| SEO | in der organischen Suche gefunden werden | Zeit, Inhalte, Technik | langsam, dafür anhaltend | Menschen aktiv nach Ihrem Thema suchen |
| SEA | bezahlte Anzeigen in Suchmaschinen | Budget je Klick | sofort, endet mit dem Budget | Sie schnell testen oder saisonal werben wollen |
| Social-Media-Marketing | Beiträge und Anzeigen in Netzwerken | Zeit für Pflege, ggf. Budget | schwankend | Ihre Zielgruppe dort regelmäßig unterwegs ist |
| Newsletter | E-Mails an Menschen, die zugestimmt haben | Zeit, Versandsystem | stetig, wenn die Liste wächst | Sie regelmäßig etwas zu sagen haben |
| Content-Marketing | nützliche Inhalte, die Vertrauen aufbauen | Zeit, Fachwissen | langsam | Ihr Angebot Erklärung braucht |
| Affiliate-Marketing | Partner werben gegen Provision | Provision, Betreuung | abhängig von Partnern | Sie online verkaufen und Partner gewinnen können |
| Field-Marketing | Präsenz vor Ort: Messe, Event, Handel | Personal, Reisen, Material | punktuell | persönlicher Kontakt den Ausschlag gibt |
Die Spalten „Wirkt“ und „Passt, wenn“ sind Erfahrungswerte, keine Messwerte. Ihr Markt kann anders funktionieren.
Schritt 3: Mit einem Kanal anfangen – und messen
- Einen Kanal ernsthaft statt fünf halbherzig. Wer wenig Zeit hat, fängt meist mit dem an, was ohnehin nötig ist: einer Website, die in der Suche gefunden wird (SEO-Grundcheck).
- Links markieren: Versehen Sie Links aus Newslettern, Anzeigen, Social Media oder von Flyern mit UTM-Parametern (z. B.
utm_source,utm_medium,utm_campaign). So sehen Sie in der Web-Analyse, woher Besucher kommen. - Wenige Kennzahlen: Besuche, Conversions, Conversion-Rate, Kosten je Conversion. Mehr braucht es am Anfang nicht.
Zwei Rechtsfragen, die oft vergessen werden
- Werbe-E-Mails brauchen grundsätzlich eine vorherige ausdrückliche Einwilligung (§ 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG); Ausnahmen für Bestandskunden regelt § 7 Abs. 3 UWG eng. Mehr unter Newsletter-Marketing.
- Tracking und Cookies: Wer Informationen auf dem Endgerät speichert oder ausliest, braucht nach § 25 TDDDG grundsätzlich eine Einwilligung, es sei denn, das ist für den gewünschten Dienst unbedingt erforderlich. Das betrifft viele Analyse- und Werbewerkzeuge.
Allgemeine Information, keine Rechtsberatung.
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